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By Hans-Jürgen Möller, Norbert Müller

Trotz aller Verbesserungen der therapeutischen M?glichkeiten ist der Krankheitsmechanismus der Schizophrenie bis heute nicht bekannt. Schwerpunkte in der Erforschung dieser Mechanismen liegen auf der Genetik, der Bildgebung, den Neurotransmittern sowie auf weiteren biologischen und auf psychosozialen Gebieten. Im vorliegenden Band werden die aktuellen Entwicklungen auf diesen Forschungsgebieten dargestellt, zudem werden Aspekte der Diagnostik, der Klassifikation und der Therapie einschlie?lich der Langzeittherapie dargestellt. Wer sich umfassend ?ber neue Entwicklungen zur Schizophrenie in Forschung und Praxis informieren m?chte, findet in diesem Band eine ersch?pfende Darstellung.

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Tabelle 1. Ergebnisse der Melbourner Pilotstudie mit Risperidon Nach 6-monatiger Behandlung Nach 6-monatigem Follow-up (12-monatiger Studiendauer) Intervention Anzahl Übergänge in Psychosen Anzahl (%) Anzahl Übergänge in Psychosen Anzahl (%) NSI SI SI-NP SI-F 28 31 17 14 10 (35,7%) 3 (9,7%) 2 (11,8%) 1 (7,1%) 28 31 17 14 10 (35,7%) 6 (19,4%) 5 (29,4%) 1 (7,1%) Signifikanz vs. NSI Signifikanz vs. NSI NSI Nicht-spezifisches Klinisches Management, Antidepressiva und Benzodiazepine nach Bedarf. SI Spezifische kognitive Psychotherapie und Risperidon (mittlere Dosis 1,3 mg), Antidepressiva und Benzodiazepine nach Bedarf.

Die Mehrzahl der Patienten weist nach der ersten oder weiteren Krankheitsepisoden dauerhafte Beeinträchtigungen auf, die jedoch in ihrer Ausprägung und Art erheblich variieren können. Hegarty et al. (1994) berichteten in einer Metaanalyse von insgesamt 320 Verlaufsstudien mit 51800 Patienten, dass 40% der schizophrenen Patienten eine Verbesserung ihrer klinischen Symptomatik in einem durchschnittlichen Follow-Up-Zeitraum von 6 Jahren aufwiesen (siehe Abb. 3). Bei Zugrundelegung engerer Schizophreniekonzepte lag die Verbesserungsrate dann aber nur noch bei knapp 27% der schizophrenen Patienten, was anders ausgedrückt bedeutet, dass mehr als zwei Drittel der Patienten keine Verbesserung oder gar eine weitere Verschlechterung ihres Zustandsbildes aufwiesen(siehe Abb.

Kohlhammer, Stuttgart, S 7–17 Verlaufsuntersuchungen zur Schizophrenie 53 Bottlender R, Strauss A, Möller HJ (2000) Impact of duration of symptoms prior to first hospitalization on acute outcome in 998 schizophrenic patients. Schizophr Res 44 (2): 145–150 Bottlender R, Strauß A, Möller H-J (2000) Methodische Probleme der Prädiktorforschung. In: Engel R, Maier W, Möller HJ (Hrsg) Methodik von Verlaufs- und Therapiestudien in Psychiatrie und Psychotherapie. Hogrefe, Göttingen, S 151–158 Bottlender R, Wegner U, Wittmann J, Strauss A, Moller H-J (1999) Deficit syndromes in schizophrenic patients 15 years after their first hospitalisation: preliminary results of a follow-up study.

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